#4 Vera Steinhäuser - "Es ist nicht deine Aufgabe, allen zu gefallen."

Shownotes

Willkommen bei MY FINEST, dem Podcast für Frauen, die ihre feinste Zeit jetzt leben wollen! In dieser Folge spreche ich mit Business-Coachin, Psychologin und Female-Empowerment-Expertin Vera Steinhäuser über Macht, weibliche Führung und den Mut, den eigenen Weg authentisch zu gehen.

Vera teilt persönliche Erfahrungen aus ihrer Karriere, spricht offen über Diskriminierung als werdende Mutter in einer Führungsposition und beleuchtet, warum weibliche Ambition oft noch immer mit einem hohen sozialen Preis verbunden ist. Wir diskutieren, wie Frauen hinderliche Glaubenssätze überwinden, mehr Sichtbarkeit gewinnen und ihre Stärken selbstbewusst leben können.

Außerdem geht es um die Chancen der Lebensmitte, die Kraft weiblicher Solidarität, den Umgang mit Perfektionismus und die Frage, wie echte Selbstermächtigung gelingen kann.

Eine Folge voller praktischer Impulse für alle Frauen, die ihr Leben und ihre Karriere selbstbestimmt gestalten möchten. Viel Freude beim Zuhören!

Vera Steinhäuser https://www.verasteinhaeuser.com Instagram https://www.instagram.com/vera.steinhaeuser/
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Podcast Machtzentrale

"Die Machtzentrale - ein Mutbuch für unerschrockene Frauen, die gestalten wollen"

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Schreibe mir gerne deine Vorschläge zu Themen und Gästen, meine Email: isabelle.flandorfer@myfinest.at

Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist überhaupt nicht meine Aufgabe, in diesem Leben allen zu gefallen.

00:00:05: Und das funktioniert auch gar nicht weil ganz egal wie ich mich verhalte es wird sowieso nicht aufgehen.

00:00:09: also nur weil ich das tun würde was die Gesellschaft von mir vermeintlich wollen würde heißt dass er noch lange nicht dass es dafür dann die Garantie gibt dass sich besser ankomme oder weniger arrogant eingestuft werde oder was auch immer.

00:00:23: Willkommen bei mal.

00:00:24: Feinheit dem Podcast für Frauen die ihre feinste Zeit jetzt leben wollen mit mir Isabelle Flandorfer.

00:00:39: Mein heutiger Gast ist Werra Steinhäuser.

00:00:42: Werra ist Psychologin, Business-Coaching und Unternehmerin und eine starke Stimme für Female Empowerment und Gleichberechtigung.

00:00:48: nach mehr als zwanzig Jahren in der internationalen Kommunikationsbranche, in denen sie führende Agenturen leitete, gründet die Zwei Tausend Vierzehn ihre eigene Agentur.

00:00:57: Female Leadership ist eines der zentralen Themen ihrer Arbeit.

00:01:00: Wer das Ziel ist, es zur Gleichberechtigung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft beizutragen.

00:01:05: In den Jahren zwanzig hat sie die Leaders Academy gegründet und in der Academy begleitet und ermutigt sich Frauen ihr Potenzial zu entfalten und die Welt selbst bestimmt mitzugestalten.

00:01:16: Darüber hinaus ist Vera Gastgeberin ihres Podcasts Die Machtzentrale – und Artorien des gleichnamigen Buches «Die Machtzentrare» ein Mutbuch für unerschrockene Frauen, die gestalten wollen!

00:01:27: Ich freue mich sehr heute mit ihr über Macht, über weibliche Führung, über Rollenbilder und auch die Chancen besonders für Frauen in der Lebensmitte zu sprechen.

00:01:35: Lieber Bärra, freu mich dass wir heute Zeit haben uns da zu unterhalten und freue mich das du da bist!

00:01:40: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:01:42: ich freue mich auch mit dir zu plaudern und vielen dank für die tolle Einleitung!

00:01:47: Das

00:01:49: klingt gut wenn du sie so sagst!

00:01:53: Ich habe ja in der Vorbereitung mir so viel zusammengeschrieben, dass ich mir gedacht habe, wir könnten ein dreiteiliges Gespräch hier führen.

00:01:58: Also fangen wir mal an mit deinem Weg!

00:02:01: Du schreibst in deinem Buch die Machtzentrale ist den Ort für Inspiration und angewandten Feminismus.

00:02:09: offen, sehr ehrlich von deinem Weg und dass dieser Weg ja als junge Frau noch gar nicht zugeprägt war vom Verständnis für Feminismus.

00:02:17: Dort hast du eine Episode.

00:02:18: vielleicht Magst du die Aura mal erzählen?

00:02:19: Ich glaube du weißt worauf ich anspreche.

00:02:21: da ging es ums Frauenvolksbegehren damals als du zwanzig Jahre alt warst.

00:02:25: Sehr gerne!

00:02:25: Ja also stimmt genauso wie du sagst ich musste tatsächlich erst auf die wie wir so schön sagen Schnauze fallen um aufzuwachen.

00:02:34: Das Glück muss man dazu sagen.

00:02:36: das ganze kommt ja auch aus einer sehr glücklichen.

00:02:41: Ich hatte das Glück, von meinen Eltern immer so erzogen zu werden.

00:02:44: Vielleicht an der Stelle noch eine kleine Randnotiz.

00:02:47: Ich bin die älteste Tochter meiner Eltern und da gibt es ja auch, kennst du sicher diese Memes vom Wegen?

00:02:55: Die ältesten Töchter, was für Hauden sie sind.

00:03:01: Ja genau!

00:03:02: Und wie gesagt ist ja eigentlich ein Glück, weil sie haben mich immer so erzogen das mein Selbstverständnis war nirgendwo eingeschränkt zu sein und alles schaffen zu können.

00:03:11: Dafür bin ich natürlich sehr dankbar.

00:03:14: Das hat aber gleichzeitig auch dazu geführt dass mir die Ungerechtigkeiten nicht gleichberechtigungen Eindeutig klar waren, sehr lange.

00:03:25: Und die Episode auf die du da ansprichst ist wirklich jetzt aus heutiger Sicht ganz witzig.

00:03:31: Damals war ich so circa, neunzehnundzwanzig und mein Papa hat mich tatsächlich connectet mit jemandem beim ORF wo ich dann ein Praktikum auch gemacht habe.

00:03:42: also die Geschichte geht gut aus.

00:03:44: Ich hab den Praktikumsplatz bekommen.

00:03:46: Das ist nicht versammelt!

00:03:48: dem ich eigentlich mich an diesem Abend, wo wir eben gemeinsam Abendessen waren aus heutiger Sicht dann schon komisch benommen habe oder wirklich neben mir stand.

00:03:58: Weil das war eben zur Zeit des Frauenvolksbegehrens und die Dame mit dem Herrn der mich eingestellt hat fürs Praktikum mit war also seine Begleitung, die hat mich so gefragt nur du als junge Frau gehst du dahin?

00:04:13: Und ich hab gesagt na also Seh das nicht für mich, weil ich kann mich mit den Frauen die dafür kämpfen überhaupt nicht identifizieren.

00:04:22: Und das Blöde war halt immer eine von diesen Frauen und hat dann auch blöd geschaut.

00:04:26: Ich meine, es ist dann ein recht guter Dialoga zwischen uns entstanden.

00:04:30: Dafür bin ich auch sehr dankbar.

00:04:32: aber ich gestehe... Es hat mich damals noch immer nicht wach gerötelt sondern

00:04:37: eben... Wollt ihr fragen?

00:04:37: Hattest du da schon was mitnehmen können?

00:04:38: Ich habe schon

00:04:38: ein bisschen angefangen drüber nachzudenken, haben wir auch gesagt okay spannend vielleicht kann ich mich doch ein bissel damit identifizieren.

00:04:43: Aber es war für mich noch nicht greifbar und eben viele Jahre später erst wie ich schon gesagt hab als es mich selber auf die Schnauze gelegt hat, ist mir klar geworden.

00:04:54: Na ja gut es gibt doch Ungerechtigkeiten und das war für mich ein derartiger Wegruf, der mir auch gleich klar gemacht hat dass ich mich dafür stark machen will in Zukunft damit am besten auch wie soll ich sagen?

00:05:10: oder da am besten noch mitzuwirken, dass sich das ändern kann.

00:05:14: Inwiefern bist du auf die Schnauze gefallen?

00:05:16: Was war da der Schlüsselmoment, wo du sagst, das hat dich wachgerüttelt und du hast jetzt lange Jahre was in der Kommunikationsbranche tätig, in Agenturen tätig... in Führungspositionen und das geht ja jetzt auch in deiner Arbeit.

00:05:29: Aber was war der Punkt, wo du gesagt hast so?

00:05:32: Jetzt muss da etwas anderes werden.

00:05:33: Ich möchte mich für Fraueninführungspositionen in ihrer Selbstbestimmung etc.

00:05:37: einsetzen.

00:05:38: Ja

00:05:39: also wie du ja in der Einleitung erzählt hast ich bin dann in der Kommunikationsbranche sehr lange tätig gewesen und auch sehr erfolgreich tätige.

00:05:48: Wesen war sehr jung schon in Föhrungsrollen Und ich sag heute immer noch die Kommunikation Branche war, lange Zeit sehr gut zu mir.

00:05:58: Ich habe dort auch gut reingepasst und bin vom Typ einfach so, ich mag's gern wenn es dynamisch ist, wenn es schnelllebig ist oder wenn es sehr unterschiedliche Facetten hat – das ist immer noch so!

00:06:08: Dafür waren natürlich die Branche in der Zeit richtig gut geeignet.

00:06:12: Also alles sehr lange alles gut.

00:06:15: Als ich dann jedoch Mama wurde, haben sich verschiedene Dinge zugetragen.

00:06:20: also erstens war es so dass ich meine Schwangerschaft verkündigt habe nachdem man mir das auf Wert hingelegt hat, dass ich in die Geschäftsführung komme.

00:06:30: Also das heißt ich musste da mal ein bisschen taktieren auch weil ich bis zur zwölften Schwangerschachtswoche warten wollte.

00:06:38: Die, die mir das Angebot gemacht haben, haben sich sicher gedacht was ist los mit ihr.

00:06:41: Jetzt haben wir da schon verwochen ihr das tolle Angebot und sie reagiert nicht und ich wollte einfach warten.

00:06:47: Auf jeden Fall ging es dann so aus dass man mir gesagt hat wie ich verlautbert habe Ich mache es gerne aber ich bin schwanger.

00:06:57: Das war auch zu der Zeit, als die Frau Meyer hieß sie damals.

00:07:01: Falls du dich erinnerst?

00:07:02: Die CEO von Yahoo!

00:07:04: Das war eigentlich genau das Gleiche.

00:07:05: Die ist auf dem Boss gleicherholt worden und kurz danach hat man erfahren, sie ist jetzt aber auch schwanger.

00:07:11: also da war das war ja im Jahr zwölf so ein Drive in der Luft diesbezüglichen Und zu dem Zeitpunkt war man grundsätzlich alles gut und ich habe das natürlich dann in der Rolle, als Geschäftsführerin sehr gut vorbereitet.

00:07:26: Also diese Abwesenheit wäre nur sehr kurz gewesen und haben natürlich auch meine eigenen Replacements also Vertretungen sehr gut vorbereitet und es war alles tippitoppi organisiert und dann kam es anders als geplant wie so oft im Leben.

00:07:43: Nämlich gab es einen Wechsel im Management in Deutschland und wir in Österreich waren doch sehr attach, das ist sehr stark verbunden mit Deutschland.

00:07:52: Und die Chefin in Deutschland, mit der ich das alles vereinbart habe, wurde ausgewechselt.

00:07:57: Damit war dann ein komplett männliches Management in Deutschland am Zug und die waren anderer Meinung Die

00:08:03: haben kein Verständnis dafür gehabt.

00:08:05: Ja,

00:08:06: bzw.,

00:08:06: die haben sich dann einfach andere Gedanken darüber gemacht, wollten das anders aufstellen?

00:08:09: Dann ist noch etwas passiert, also mein damaliger Partner in der Kreativabteilung hat sich auch nochmal verändert und man hat ein neues Management hingesetzt und damit war klar, dass was jetzt für mich... Das mal zum einen, es wird tatsächlich für mich doch herber Rückschlag.

00:08:27: Mir war nicht klar, mit einem Geschäftsführerinnenvertrag in Österreich rein theoretisch gekündigt werden kann in der Querenz, basiert halt auch nicht so oft.

00:08:37: Weil Geschäftsführer doppelpunktInnen in Österreich dann sehr oft wie wir wissen laut Zahlen doch männlich sind und wir doppelpunktInnen gar nicht so often brauchen.

00:08:48: Und deswegen war das für mich mal sehr überraschend, negativ überraschen.

00:08:53: Was dann in weiterer Folge passiert, war dann aber noch schlimmer für mich.

00:08:56: Weil das war sehr emotional auch aufreibend.

00:08:59: also die Verhandlungen, die dann eingeleitet wurden um mich ich sage es jetzt ganz bewusst los zu werden waren äußerst unangenehm und tatsächlich waren da doch auch einige Aktionen auf der gegenüberliegenden Seite wo ich heute weiß der fand Diskriminierung statt.

00:09:17: Also ich als Mutter wurde es als Mutter auch behandelt und insofern natürlich auch diskriminiert, weil wenn du ein kleines Kind zu Hause hast dann bist du natürlich in einem Verhandlungsspielraum ziemlich eingeschränkt.

00:09:31: Und das ist damals passiert!

00:09:32: Und dann haben wir halt okay jetzt geht's los.

00:09:35: Jetzt werde ich mich für dieses Thema stark machen Weil ich einfach nicht will dass es anderen Frauen genauso geht wie mir und weil ich einfach auch gewusst habe zu dem Zeitpunkt schon Ich kann anderen Frauen da wahnsinnig viel mitgeben.

00:09:49: Ja, durch all meine Erfahrungen.

00:09:51: Positiv aber eben auch negativ und das war mir dann einfach von dem Moment an ein riesiges Anliegen.

00:09:57: War das?

00:10:01: Was waren denn die nächsten Schritte?

00:10:03: So ungefähr!

00:10:04: Das was ich jetzt gerade erzählt habe, das war im Jahr zeigendzehn, weil mein Sohn ist zwölf im September auf die Welt gekommen.

00:10:10: Also das was wir gerade besprochen haben war zweizehntreizehn Und dann hab' ich einen Achterkarenz Konzeptiv, natürlich schon im Jahr zwei Tausend Dreizehn überlegt ok wie geht es weiter?

00:10:19: und haben ja schon so ein Konzept und einen Businessplan gemacht.

00:10:22: Und richtig losgegangen ist es dann mit zwei tausend vierzehnt.

00:10:25: genau

00:10:26: das heißt du warst auch in der glücklichen Lage dass du sagst Du kannst dich selbstständig machen.

00:10:29: Du machst dein eigenes Ding und bist aus dem alten Arbeitsumfeld.

00:10:34: eigentlich hast du dich getrennt, gekündigt.

00:10:36: Bist nicht mehr zurückgegangen?

00:10:38: Ja.

00:10:38: Naja glückliche Lage ich kann es gar nicht so sagen.

00:10:42: Du hast jetzt das Wort Trennung angesprochen.

00:10:44: Bei

00:10:45: mir war nämlich auch privat deine Trennung zum gleichen Zeitpunkt.

00:10:48: Und jetzt muss man sich vorstellen, man ist selbst Mama von einem Baby.

00:10:54: Weil natürlich war mein Sohn damals ein Baby.

00:10:56: Man weiß, man kann in die alte Struktur nicht mehr zurück.

00:10:59: Man steht jetzt diesbezüglich irgendwo auch alleine da.

00:11:03: Sprich macht dann ein eigenes Business... Ich meine hätte ich nicht müssen!

00:11:07: Hätte ja rein theoretisch auch in irgendeine Anstellung gehen können.

00:11:10: Mir wurde aber schnell klar dass das nicht wirklich mein Weg jetzt ist.

00:11:13: Vor

00:11:14: allem drutet es sich mit weniger.

00:11:15: in Wahrheit zufrieden geben müssen als ursprünglich gedacht war, oder?

00:11:20: Wenn du sagst Geschäftsführerin.

00:11:22: Weiß ich nicht, aber ich habe es gar nicht probiert.

00:11:25: Vielleicht hätte ich schon geschafft einen Geschäfts-Führerinnenjob in einer anderen Agentur noch mal mehr aufzureisen.

00:11:31: Aber das habe ich auch nicht probieren.

00:11:33: Warum nicht?

00:11:34: Weil ich zu dem Zeitpunkt tatsächlich schon in der zweiten Agentur etwas gemacht habe nämlich das digitale Business aufgebaut.

00:11:43: Also ich habe das zuerst bei einem Agentur zehn Jahre gemacht, dann bei der Agentur die wir gerade gesprochen haben für circa zwei Jahre und dann wäre es für mich ein drittes Mal gewesen.

00:11:51: Und das hab' ich nicht gesehen!

00:11:53: Aber jetzt eben zurück zu dieser vermeintlich glücklichen Lage.

00:11:57: also stell dir vor du bist eben Mama von einem dann circa ein, eineinhalbjährigen Baby-Kleinkind.

00:12:05: Weißt nicht wie es beruflich weitergeht und zudem kommt auch noch die private Trennung vom Vater meines Sohnes.

00:12:12: also es hat sich nicht

00:12:13: in dieser

00:12:14: Lage angefühlt und das war auch keine und es war eine relativ taffe Zeit.

00:12:19: das weiß ich jetzt schon seit einigen Jahren aber logischerweise erst dann hinterher gespürt, wie taft die Zeit wirklich war.

00:12:28: Also es war für mich nicht leicht weil ich musste wirklich funktionieren und das hat einen enormen Druck mitgebracht.

00:12:38: Also von Momenten wo ich gefühlt habe, oh mein Gott wie soll ich das alles schaffen?

00:12:42: Bis hin zu kleinen Panikadaken war da alles dabei aber es war halt nicht die Alternative gegeben alle Viere von sich zu strecken und so sagen Ich lasse jetzt mal weil du hast keine Wahl.

00:12:54: also es waren eher taffe Jahre als eine glückliche Lage muss ich sagen.

00:12:58: Das heißt, du hast doch genau das alles durchlebt was du jetzt in deiner Arbeit mit deinen Frauen die zu dir kommen.

00:13:04: Genau!

00:13:04: Die du berätst begleitest bestärkst selbst erlebt und kannst es wahnsinnig gut nachempfinden?

00:13:11: Absolut.

00:13:12: also es kommen ja zu mir Frauen mit unterschiedlichsten Themen aber natürlich decke ich mit meiner Biografie schon einiges ab und kann mir natürlich auch einiges sehr gut vorstellen womit meine Coaches eben auch kommen.

00:13:27: Wie schafft man es dann aus so einer unglücklichen Lage und zu einer schwierigen Phase in die Ermächtigung, in die Stärke, in den Leadership, in diese starken Begriffe zu kommen?

00:13:39: Wir können gerne vielleicht das Wort Macht – weil das ist bei dir sehr mächtig und wichtig!

00:13:44: Die macht zentrale auch dein Buch Dieser Begriff ist so oft negativ behaftet.

00:13:50: Dieses Macht wird oft mit so viel Negativ in Verbindung gebracht, in Verbindungen mit Männern oft dann aber positiv besetzt und wenn eine Frau mächtig sein möchte sich ermächtigen möchte führen möchte

00:14:02: etc.,

00:14:03: ist das oft so negativ behaftet?

00:14:06: Wie deutes du den Begriff macht?

00:14:08: Was bedeutet es für dich ganz persönlich?

00:14:11: Fangen wir vielleicht einmal bei deiner ersten Frage an.

00:14:13: Wie schafft man das, aus dem rauszukommen?

00:14:15: Also ich habe das Jahre später begriffen dass das für mich Persönlichkeitsentwicklungstechnisch das allerbeste war was mir passieren konnte.

00:14:24: Währenddessen hat sich das natürlich heftig angefühlt.

00:14:27: aber was ist passiert?

00:14:29: durch dieses eigentlich wenn man will komplett zusammenbrechen meines persönlichen Kartenhauses, habe ich die Chance gehabt es wieder neu aufzurichten und neu zu bauen.

00:14:39: Und hab die Übung ernst genommen und mir mein neues Haus tatsächlich nach meinen neuen Vorstellungen und eigenen Vorstellungsbauen.

00:14:48: Das heißt, ich habe tatsächlich viele meiner Glaubenssätze und natürlich Ticken auch in mir gesellschaftliche konventionelle Ideen und Narrative, die habe ich alle gechallengt.

00:15:00: Und hab mich mit dem zusammengebrochenen Haus wirklich von der Wurzel an beschäftigt.

00:15:05: Und habs mir dann in mühevoller Arbeit neu errichtet und so richtig richtet wie ich es

00:15:09: will.".

00:15:10: Also das heißt, ich habe tatsächlich aus diesem für mich sehr schwierigen Moment extrem viel Klarheit gewonnen – und aus dieser Klarheit heraus aber auch gleichzeitig extrem viel Kraft!

00:15:23: Also ich habe dann einfach gespürt, okay das hat so weh getan und war so anstrengend.

00:15:28: Aber es hat mir so viel Möglichkeiten aufgezeigt und so viel Kraft vermittelt dass sich da schon sehr bestärkt und sehr energetisiert rausgegangen bin.

00:15:40: aber Ich rede schon von heftigen zwei, drei Jahren und auch mit sehr viel Arbeit.

00:15:45: Also Psychotherapie, Körpertherapie, Coaching – you name it!

00:15:49: Es war wirklich alles dabei und ich habe alles genutzt und alle hebel in Bewegung gesetzt.

00:15:55: Als ich dann eben aus diesem Tal der Tränen wieder zurück war, war ich dann entsprechend Werder-Zweitpunkt Null und aufgeladen mit viel Energie die ich umsetzen wollte.

00:16:05: Und dann kam etwas was du eben schon im zweiten Teil deiner Frage angesprochen hast nämlich sehr viel Klarheit auch in der Analyse meines Umfeldes dazu.

00:16:16: Also das heißt ich habe natürlich dadurch, dass ich selbst neu mich gefühlt hab und mit meinem neuen Blick auf die Welt geschaut habe, natürlich auch vieles anders betrachtet.

00:16:28: Und ich würde es gar nicht sagen bewertet weil im Bewerten bin vorsichtiger geworden.

00:16:35: Mit dem

00:16:36: Umfeld meinst du deine

00:16:37: bekannte Partner,

00:16:40: die gesellschaftlichen

00:16:41: allgemeinen genau und durch diese Klarheit Form des Sehns und Wahrnehmens wurde tatsächlich viel möglich.

00:16:51: Und sehr schnell ist mir eben auch klar geworden, dass das Thema Macht- und Selbstermächtigung für mich ein zentrales ist und habe auch erkannt inwieweit dieses Thema auch in meiner persönlichen Geschichte ein Thema war und dem wollte ich mehr auf den Grund

00:17:09: gehen.".

00:17:09: Also kurz gesagt, ich habe retrospektiv viel verstanden, warum ich mir in manchen Momenten blaue Flecken geholt hab.

00:17:19: Ebenso wie ich vorher erzählt habe, ich wurde geprägt von meinen Eltern als sehr offene und freie Frau und habe dann mir immer wieder auch die blauen Flecken geholt weil ich angeeckt bin.

00:17:31: Weil die Gesellschaft eben nicht der Meinung war dass ich mir das jetzt erlauben darf Wenn eine

00:17:37: Frau nicht

00:17:38: in der Position ist, dass du zu fordern.

00:17:39: Eine junge Frau, keine Ahnung was du bist ja siebenundzwanzig wieso leitest du diesen Etat zum Beispiel?

00:17:46: Ich hab wirklich musst du dir vorstellen in meiner Phase als ich große Kundinnen schon geführt habe mich immer davor gefürchtet das mich jemand fragt wie alt bist Du?

00:17:56: Und ich habe damals auch tatsächlich oft darauf geachtet, dass durch meinen Kleidungsstil älter aussähe.

00:18:03: Kompetenter?

00:18:04: Kompetent!

00:18:04: Da dachte ich, dass das automatisch zu mir dann hergeht um diese Frage auszuweichen.

00:18:10: Also insofern war es für mich schon so ein Thema wo ich gesagt hab ja da will ich auf jeden Fall etwas ändern und nur auftreten Ja, genau.

00:18:19: Und in dieser Analyse eben was passiert da ist mir klar geworden, mir geht es nicht alleine so sondern da geht es vielen Frauen so dass die sich tatsächlich verbiegen und ihre Macht gar nicht anpacken weil sie Sorge haben dafür eben bestraft zu werden.

00:18:38: Und natürlich dann in weiterer Folge habe ich mich genug gut eingelesen, um zu wissen dafür gibt es auch einen Namen.

00:18:44: Das nennt man den sozialen Preis.

00:18:45: also das ist der Preis den wir Frauen dafür bezahlen wenn wir ambitioniert sind und erfolgreich sind.

00:18:51: Das ist mir dann alles in der Recherche bewusst geworden.

00:18:53: Also du musst dir das so vorstellen, mein Projekt war zuerst einmal die Selbstwahrnehmung und Selbstanalyse Dann die Analyse von anderen Und dann dieses Interesse wo ich gesagt habe ok da gehe ich jetzt tiefer Schau euch mehr auch die Literatur dazu an.

00:19:09: Und somit ist dann letzten Endes ja auch die Idee entstanden zum Podcast und Buch.

00:19:14: Du beschreibst ja alles im Buch, ich kann es wirklich allen Hörerinnen nur ans Herz lesen.

00:19:20: Man verschlingt das!

00:19:22: Sehr, sehr gut zu lesen.

00:19:24: Es ist wahnsinnig interessant.

00:19:25: Das sind tolle Beispiele drinnen.

00:19:27: Also es hat mir sehr, sehr gefallen.

00:19:30: Ein Zitat, das ich mir rausgeschrieben habe von Robin Hausner.

00:19:32: Sie ist Dokumentarfilmerin.

00:19:40: Absolut!

00:19:41: Das heißt starke kompetente Frauen mag man nicht

00:19:45: wirklich.

00:19:47: Die Gesellschaft kann damit nichts anfangen, findet sie unsympathisch und es ist natürlich eine riesige Hürde.

00:19:51: Frauen wollen sich um andere sorgen sich um die Meinung anderer mehr als Männer.

00:19:57: das ist einfach Schilderstor auch alles in dem Buch woher das auch alles kommt diese gesellschaftlichen Prägungen denen wir einfach ausgesetzt sind ja und die Schwierigkeit permanent zu konfrontieren und damit konfrontiert zu werden, sich damit auseinanderzusetzen.

00:20:15: Wie kann man denn deiner Meinung nach diese Vorurteile, diese Rollenbilder eben dieses starke Frauen sind unsympathisch um es einfach runterzubrechen?

00:20:26: Wie kann wir da mit umgehen?

00:20:27: wie kann man das für sich selbst auflösen?

00:20:29: Wie können wir darüber steigen und sagen ich geh trotzdem meinen Weg und bin eine kompetente starke Frau und es ist mir wurscht was die anderen denken?

00:20:35: Ja,

00:20:36: das ist genau die große Hürde, die ja viele Frauen eben wahrnehmen.

00:20:40: Weil ich verbitte mir, dass mir jemand sagt wir Frauen sind zu teppert dazu, die Karriere zugestalten oder erfolgreich zu sein weil das stimmt überhaupt nicht.

00:20:52: Es ist einfach so wie es in Intelligent genug um diesen sozialen Preis mit einzuberechnen und Ich habe absolut Verständnis dafür, dass dieser Preis manchen Frauen wirklich zu hoch ist.

00:21:04: verschiedenen Kulturen wird er das noch einmal anders gelebt als bei uns, wobei es bei uns ja auch schon sehr tough ist.

00:21:10: Und ich weiß nicht ob du's auch kennst, Isabelle aber eben ich bevor ich dieses Verständnis hatte habe schon auch sehr oft das Gefühl gehabt okay die finden mich offensichtlich da schon wieder mal arrogant.

00:21:23: liegt denn das an mir?

00:21:24: Was könnte ich den

00:21:25: ändern?".

00:21:25: Ich habe schon darüber auch nachgedacht.

00:21:27: Bin nicht zu viel, bin nicht so...

00:21:28: Kennst du vielleicht auf oder?

00:21:30: Ja ja, weil wir haben dann auch sofort...

00:21:32: Man hinterfragt das eigentlich permanent.

00:21:34: Ja man hat ja

00:21:35: dann sofort den Anstoß dass man es an sich selbst sucht.

00:21:38: Auch anderen Frauen gegenüber, das ist ja das nächste.

00:21:40: Frauen und Männern gegenüber.

00:21:42: Richtig!

00:21:43: Also das kenne ich nur zu gut.

00:21:46: Analysearbeit, von der ich gerade vorher erzählt habe hat mir dann einfach geholfen die empirischen Fakten so gut zu verstehen das ich gewusst hab.

00:21:54: dann nach der Analyse, nee es liegt nicht an mir.

00:21:57: Es liegt an der Gesellschaft und es ist überhaupt nicht meine Aufgabe in diesem Leben allen zu gefallen.

00:22:04: und das funktioniert auch gar nicht weil ganz egal wie ich mich verhalte es wird sowieso nicht aufgehen.

00:22:08: also nur weil ich das tun würde was die Gesellschaft von mir vermeintlich wollen würde heißt dass er noch lange nicht dass es dafür denn die Garantie gibt besser ankommen oder weniger arrogant eingestuft werden, oder was auch immer.

00:22:21: Insofern hat mir das geholfen tatsächlich zu erkennen ich brauche es gar nicht probieren und ich sehe schon noch in meinen Einzelcoachings dass das für viele Frauen so ein Wegruf ist, die Erkenntnis zu generieren.

00:22:37: Hey egal wie gut ich das jetzt drauf habe und wie sehr ich das probiere es geht sowieso nicht auf.

00:22:43: also kann ich rein theoretisch auch aufhören das zu probieren weil es werden mich immer einige leute nicht mögen und keine ahnung zu viel zu arrogant zu selbstbewusst zu energisch zu egoistisch zu ambitioniert wahrnehmen.

00:23:00: also wenn's dann klar ist, dass es so ist und gar nicht von mir abhängt, dann kann ich's eigentlich gerne auch sein lassen.

00:23:08: Es hat jeder ein Recht sich eine eigene Meinung über mich zu bilden – das ist nicht meine Aufgabe jemandem davon zu überzeugen, Obwohl ich zum Beispiel ambitioniert bin, also red mal kurz wieder einmal über mich ganz konkret.

00:23:23: Ich bin ambitioniert!

00:23:24: Ich habe viel vor, ich hab große Pläne, ich gebe gern mein Bestes, ich bin gerne erfolgreich, ich verdiene auch gerne gutes Geld und wenn das jemand nicht ausstehen kann passt so kippe für mich.

00:23:36: Und an dem Punkt müssen viele Frauen erst kommen.

00:23:39: Ja, oder wenn sie das wollen ... Weißt du?

00:23:41: Ich bin auch nicht so ... Du kennst es aus unseren Gesprächen in der Academy.

00:23:46: Wir sind sehr schnell darin zu sagen ich muss, ich muss und ich bin sehr schnell da drin zu sagen du musst überhaupt

00:23:52: nicht.

00:23:53: Du kannst, wenn du willst überleg dir ob du willst!

00:23:57: Und das ist, glaube ich auch ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit.

00:24:01: Ich sage ja auch nicht wir müssen jetzt alle Führungskräfte sein.

00:24:03: Das geht sicher sowieso nicht aus und somit sage ich auch gar nicht dass jede Frau diese Karriere gehen muss und Karrier anstreben muss.

00:24:11: es ist total in Ordnung auch zu sagen na es ist nichts für mich und ist auch in Ordnungen zu sagen ich erkenne den sozialen Preise ist mir so hoch!

00:24:19: Ich habe für alles Verständnis.

00:24:21: Es ist nur wahnsinnig Befriedigen für diese Personen, wenn sie diese Entscheidung bewusst treffen können.

00:24:28: Und wenn es nicht irgendwo subtil und unbewusst als quasi Entscheidungen stattfindet unter der man dann aber meistens leidet.

00:24:36: Dass Sie sich quasi ergeben müssen und eigentlich nicht Ihre eigene ist... Richtig selbst!

00:24:39: Wie fühlt

00:24:40: man sich?

00:24:41: Sagt du's

00:24:41: mir?!

00:24:43: Nicht selbstbestimmt, eher nicht.

00:24:45: Eher

00:24:46: eben ohnmächtig

00:24:47: und

00:24:47: das sind wir dann auch bei der Macht.

00:24:49: Also wenn ich mich ohnmächtig fühle in meinem eigenen Leben, dann habe ich schon einmal Grundsatzprobleme mit Macht weil es ist natürlich die erste Macht über die wir mal sprechen dürfen ganz egal ob man oder Frau nämlich diese Selbstbestimmte dass eben nicht Ohnmähtige im eigenen Leben sein und wenn wir den Schritt mal wagen uns sagen ja ich fühl mich selbst bestimmt dann kommt da ja vieles damit ein.

00:25:11: Herr Das ist eine ganz schön viel Verantwortung, die man plötzlich einfach tragen muss.

00:25:17: Wenn man selbstbestimmt durchs Leben geht, dann funktioniert es halt nicht mehr, dass man die Verantwortung für irgendwas im Leben passiert, irgendjemandem am anderen in die Schuh schiebt.

00:25:25: Also dieses Jahr war die Andere, wenn die nur würden, dann wäre ich und so weiter... das geht sich dann immer mal aus.

00:25:30: Du sagst ja selber raus aus der Opferrolle?

00:25:32: Sicher!

00:25:32: Natürlich, weil die Opferolle so schlimm sie auf der einen Seite ist, sie ist natürlich auch auf der anderen Seite recht bequem wenn ich dann eben alles, was daneben geht, jemandem anderen zuteilen kann.

00:25:45: Aber das ist nicht das, was sich unter selbst bestimmt und eben... selbst bemächtigt verstehe, sondern eben selbstbestimmt und in der eigenen Macht bedeutet darf natürlich Verantwortung zu übernehmen.

00:25:57: Das ist aber auf jeden Fall der erste Schritt und in weiterer Folge ist es dann auf der Basis auch möglich zu sagen so und jetzt schaue ich mir macht im Allgemeinen an weil die Macht per se und da kommen wir jetzt auch zum zweiten Teil einer Frage diese noch nicht was schlechtes.

00:26:10: das kommt ja ganz darauf an was sich mit dieser Macht mache.

00:26:13: Weil wenn ich etwas bewegen will in der Welt und gar keine Macht habe, dann wird es sehr schwierig.

00:26:19: Das heißt, wenn ich was Großes vorhabe – und das kann was Fantastisches sein, wovon viele Menschen einen Benefit haben, dann brauche ich schon eine Macht damit dass auch quasi mit PS auf die Straße kommt.

00:26:30: Sie ist halt nur so schlecht besetzt, weil Männer in Machtpositionen diese Macht oft ausnützen falsch verwenden, was würdest du sagen?

00:26:40: Was ist der Unterschied zwischen Macht bei Männern oder Frauen in Positionen, in denen sie Macht ausüben können.

00:26:48: Wie stellt sich das für dich da?

00:26:49: Ja, das ist ja ganz spannend!

00:26:51: Wir dürfen natürlich nicht Äpfel mit Bienen vergleichen.

00:26:56: Tatsächlich weiß man aus diversen Studien dass die Macht mit allem was macht.

00:27:03: tatsächlich also die Macht verändert Menschen Und es ist sogar ganz egal, ob das Männer oder Frauen sind.

00:27:11: Jetzt haben wir natürlich eine so eine Schieflage global, dass wir gar nicht sagen können... Das ist bei Männern so und bei Frauen wäre das sicher anders, weil wir haben viel zu wenig empirische Masse auf die wir zurückgreifen können um das bei den Frauen überhaupt richtig beurteilen zu können.

00:27:27: Aber natürlich in den verschiedensten Laboren auf psychologischen Instituten der Welt wird natürlich geforscht und tatsächlich gibt es da recht eindeutige Ergebnisse dass es wirklich so ist, dass auch Frauen von Macht gebayerst werden.

00:27:40: also jetzt nicht so, dass wir Frauen tatsächlich davor gefeiert sind, wenn wir Macht haben nur noch tolle Dinge machen, ist es nicht.

00:27:48: Aber ich glaube bzw und ich glaube es ist eben tatsächlich der Weg den wir hier als Gesellschaft gehen aktuell sehr spannend weil es ist ja eben der Wunsch da nach mehr Gleichberechtigung.

00:28:00: Es gibt Initiativen für Mehr-Gleichberechtigungen Für meinen Geschmack können das deutlich noch mehr sein.

00:28:07: aber es gibt eine Richtung in die wir marschieren Und es wird natürlich dieser Weg auch zeigen, inwieweit durch diese Neueinteilung der Systeme, der Machtzentralen, auch neue Möglichkeiten entstehen.

00:28:20: Ich glaube ja, es werden neue Möglichkeiten entstehen.

00:28:22: Welche meinst du könnten das sein?

00:28:25: Ja,

00:28:25: verschiedenstes!

00:28:25: Also es gibt natürlich auch ganz interessante Reports von verschiedenen großen Consulting-Unternehmen die natürlich ganz stark beleuchten was wird passieren in Unternehmen also in großen Corporates wenn dann eben gemischt geschlechtlich geführt wird und da gibt es extrem viel Material, das zeigt.

00:28:43: Gutes wird passieren.

00:28:45: Zum Beispiel ist es ganz klar, dass das Thema New Leadership, das stark auch durch Empathie geprägt ist, durch Social Safeness oder so psychologische Sicherheit geprägt ist

00:28:55: etc.,

00:28:56: dass diese ganzen Faktoren enorm davon profitieren.

00:28:59: wenn die Führungsteams diverser sind also wenn das eben nicht sehr homogene keine Ahnung fünfundfünfzigjährige Thomas' sind.

00:29:07: Also den Tomas Effekt kennt man ja.

00:29:09: also gibt mehr Tomase und Christians in den DAX Vorständen als Frauen.

00:29:14: Also wenn das eben nicht nur Thomas ist, sondern wenn das Führungsteam sind unterschiedlicher Herkunft, unterschiedliche Gender etc.

00:29:22: Das ist klar dass das passieren wird und passieren kann.

00:29:26: Und dorthin müssen wir uns bewegen als Gesellschaft und ich glaube dass da viel möglich wird.

00:29:31: in deiner Leadhurst Academy geht es um female leadership.

00:29:35: jetzt ist dieses dieser Begriff der Leadership natürlich ein großer Führung, Führungsperson und Führingspersönlichkeit.

00:29:42: Wie sprichst du Frauen an?

00:29:44: Die sich da vielleicht gar nicht so sehen, die sagen ich und Füllungsposition traue ich mir nicht zu, traue mich nicht zu verlangen, trau ich mich nicht einzufordern.

00:29:53: Ich

00:29:54: habe einmal eine Coachie gehabt, die war zu dem Zeitpunkt also das erste Mal bei mir war zweiunddreißig Und die hat sich bei mir aufs Sofa gesetzt und hat mir in der ersten Session gleich erklärt Also sie will auf keinen Fall in die erste Reihe.

00:30:07: Sie war aber zu dem Zeitpunkt schon in der zweiten Reihe von einem ziemlich großen Banken Österreich und ich habe sie dann gefragt, okay, wohin geht die Reise?

00:30:14: Die nächsten dreißig Jahre?

00:30:16: Wie geht's weiter?

00:30:17: Du solange arbeitest du noch!

00:30:19: Und sie hat da nochmal das erste Mal darüber nachgedacht.

00:30:23: Die ist dann schon auch sehr schnell draufgekommen, dass dieses Narrativ das sie dann eben bei mir am Sofa auch vertont hat.

00:30:31: Sehr stark in ihr wirkt nämlich ich will ja gar nicht in die erste Reihe aber Sie hat es dann eben gechallenged und hinterfragt woher das kommt Und ob denn das wirklich Ihr eigenes Narrativ

00:30:42: ist?

00:30:42: Das finde ich ja so spannend.

00:30:43: Ich war selbst in der Literalsakademie und es fangte dann an mit Glaubenssätzen, Wertearbeit, woher komme ich her, die Familiengeschichte hinein zu hören, hineinzuspüren... Richtig!

00:30:54: ...und ich kenne das von mir selber.

00:30:55: Ich habe im Nachhinein betrachtet, find' ich's was schade, dass ich nicht schon viel früher aber wenn wir sind fast gleich halb in fünf Jahre älter als du.

00:31:02: Es war damals die Beschäftigung mit sich selbst.

00:31:04: Persönlichkeitsentwicklung war einfach

00:31:06: nichts.

00:31:07: Das war kein Thema noch, oder?

00:31:07: Nicht wirklich ein

00:31:08: Thema bis gar kein Thema.

00:31:10: Also Menschen sind vielleicht in Therapien gegangen aber das war einfach auch ganz anders besetzt eigentlich als heutzutage.

00:31:16: sich damit zu beschäftigen ist so unglaublich wertvoll und so wichtig.

00:31:20: ja und auch diese Frage warum erlaub ich mir etwas vielleicht nicht

00:31:24: genau?

00:31:25: was erlaube ich mir?

00:31:26: warum traue ich mich nicht mich in meiner vollen Größe zu zeigen?

00:31:30: und was steckt dahinter?

00:31:31: und wie ist das vielleicht eben auch familiär geprägt?

00:31:33: Absolut und weil so auch da nochmals habe ich ja vorher auch schon gesagt, da kann natürlich rauskommen.

00:31:40: Ich will es wirklich nicht und ich hab meine eigenen Gründe dafür.

00:31:43: das ist total in Ordnung.

00:31:45: aber meistens ist es wirklich so dass es Glaubenssätze sind die aus dem gesellschaftlichen heraus entstehen, die aus diesen Rollenbildern heraus entsteht was eben eine gute nette Liebe Frau alles mit sich bringt.

00:32:01: Da ist ein paar tolle Eigenschaftswerte verwendet, gell?

00:32:05: Das

00:32:06: ist etwas, was richtig in mir zuckt.

00:32:08: Weil ich das auch... Ich kenne es von mir selber!

00:32:10: Ich kann's mal gut

00:32:12: vorstellen.

00:32:13: Die gute Tochter, die immer zu allem Ja sagt, die das natürlich alles macht, die dass auch alles ordentlich macht und keine Grenze zieht, die nicht Nein sagt, der natürlich irgendwie auch gefallen möchte.

00:32:25: Die nicht aufmüpfig oder anstrengend

00:32:28: ist.

00:32:29: Wir wollen ja auch nicht anstrengend sein, weißt du?

00:32:31: Und wir sind aber in dem Moment wo wir fordern als Frauen sofort anstrellen.

00:32:36: Ein Mann der fordert ist nicht anstringend.

00:32:39: Der ist

00:32:40: zielstrebig und er

00:32:42: hat eine große Vision.

00:32:43: Ist ein toller Kerl!

00:32:45: Eine Frau die so was mit sich bringt, ist sofort als anstregend nervig und mühsam abgestellt.

00:32:50: Im schlimmsten war es sogar hysterisch.

00:32:52: Wenn sie sich

00:32:53: irgendwie für eine Sache brennt

00:32:55: zu emotional wird... Ja, das ist natürlich weil du das gefragt hast.

00:33:01: was mache ich mit solchen Frauen.

00:33:02: Wir schauen ganz klar mal ganz intensiv hin woher kommt es?

00:33:06: Was macht das mit einem?

00:33:08: und dann ist es natürlich ein schöner Moment wenn Frauen erkennen Okay, es gibt die Möglichkeit mich von diesen Narrativen, die dann mir tecken auch zum gewissen Grad zu verabschieden.

00:33:20: Funktioniert nämlich so nicht dass sie sich in Luft auflösen.

00:33:22: das will ich hier nicht versprechen aber indem wir sie sehr gut kennen lernen erkennen wir sie wenn Sie wieder Wirken anfangen.

00:33:30: Das heißt diese internen Glaubenssätze die sind dann besonders gefährlich, wenn sie wirken ohne dass wir sie hören und wahrnehmen.

00:33:38: Wenn wir sie hörn und wahr nehmen können wir es ja sozusagen begrüßen und im Idealfall relativ rasch wieder verschissen also sagen okay ich nehme wahr es kommt dieses Thema hoch und ich kenne es schon aber ich habe die Möglichkeit trotz dieser Prägung in mir auch mal anders zu entscheiden weil das ist mir natürlich immer Arbeit auch immer ganz wichtig zu betonen Natürlich haben wir Verhaltenspräferenz Du und ich, wir sind jetzt eben auch nicht mehr Anfang zwanzig.

00:34:06: Und wir haben unsere Verhaltenspräferenzen auch schon viele Jahre geübt.

00:34:10: Aber das ist kein Quassett.

00:34:12: Das ist kein Käfig!

00:34:13: Das ist eine Verhaltungspräference.

00:34:15: aber dennoch haben wir Möglichkeiten da auch einmal auszubrechen und was anderes zu probieren.

00:34:20: Wir können dann eh wieder zurückgehen und sagen okay ich habe es probiert funktioniert für mich gar nicht.

00:34:27: Also weißt du?

00:34:27: Es ist mir sehr wichtig in meiner Arbeit Optionen zu ermöglichen Dinge klarer zu sehen und dann mit vollem Bewusstsein auch Entscheidungen zu treffen.

00:34:37: Dieses Bewusstseins ist, glaube ich einfach wirklich key!

00:34:40: Ich finde das auch sehr spannend wenn man sich selbst auf so vieles draufkommt und so wie du sagst an Entstehensituationen und du hast es dir irgendwo schon bewusst gemacht und kannst dann bewusst entscheiden okay?

00:34:50: Wie gehe ich jetzt mit dieser Situation um?

00:34:53: Aber es ist halt wirklich unglaublich, was einfach alles wirkt.

00:34:56: Der Rollenbilder das Thema Sichtbarkeit... Ich merke das auch auf Instagram ganz oft wenn Frauen wirklich ein tolles Business haben und dann redest du mit ihnen und sie wollen vielleicht auch mal Tipps haben und sagen dann irgendwie naja wie kann ich da noch mehr promoten?

00:35:09: Zeig dich mal, sprich mal über das was du machst.

00:35:12: Mach mal eine Story.

00:35:13: Nein in die Kamera kann ich nicht sprechen und das kann ich nichts sagen.

00:35:16: Also zeigen tu ich mich nicht und ich denke dann immer es ist so schade.

00:35:19: Absolut!

00:35:20: Und natürlich niemand muss.

00:35:21: aber es ist eigentlich sehr wichtig oder es ist ja sehr wichtig dass Frauen sich zeigen mit dem was sie... promoten wollen mit dem, wofür sie brennen, was sie verkaufen wollen und zeigen wollen.

00:35:32: Also das ist schade.

00:35:32: Und

00:35:32: was so etwas sich total schadet?

00:35:34: Weißt du, dass ich da in meiner Arbeit auch immer wieder erkenne dieser Perfektionismus der uns Frauen noch auf dem Weg steht weil vielleicht... Ist das sogar für manche eine Möglichkeit, für irgendwann einmal dann in die Kamera zu sprechen und irgendwann mal was zu posten?

00:35:48: Wenn sie dann fertig sind.

00:35:51: Und es ist so schade weil das funktioniert einfach so nicht im realen Leben und in keinem Business.

00:35:57: wenn man sich die Erfolgsgeschichten von den erfolgreichsten Start-ups anschaut wird man sehr schnell sehen die haben am Anfang eine Idee und der Erfolg bringt dann etwas völlig anderes.

00:36:06: und was passiert dazwischen?

00:36:07: Irrsinnig viel Market Tests also irrsinnige viel auch probiert und gesehen hat.

00:36:12: Das funktioniert nicht, aber das funktioniert!

00:36:15: Ich höre jetzt gerade zum Beispiel einen spannenden Podcast über die Story von OpenAI also von der Firma die eben den Chat GVD erfunden haben wenn man so will.

00:36:24: und Chat Gvd war ein Abfallprodukt.

00:36:27: Also die haben überhaupt nicht darauf gesetzt.

00:36:29: Die haben ein ganz anderes Rennpferd im Stall gehabt und das was für am Anfang ein monatiger Test gedachtes kleines Nebenprojekt.

00:36:38: und dann steht sich heraus

00:36:40: Das ist es jetzt.

00:36:41: Und das hat die ganze Firma revolutioniert, jetzt vor drei Jahren.

00:36:44: Die waren vorher völlig anders aufgestellt.

00:36:48: Also ein tolles Beispiel um zu sehen.

00:36:50: wir müssen ja uns zeigen und wir müssen herausgehen um auch zu wissen

00:36:55: was

00:36:56: die Welt braucht.

00:37:00: Und das ist ja per Definition schon ganz klar.

00:37:03: Wird natürlich einiges auch auffallen, was die Welt nicht braucht.

00:37:06: und wie werde ich das spüren?

00:37:08: Naja durch eine Ablehnung, durch negative Kommentare, durch Kritik.

00:37:13: Und es ist auch das, was ich jetzt am Anfang gemeint habe dieses selbstbestimmte Leben.

00:37:17: Das inkludiert das natürlich in dem Vermuss sage ich jetzt ganz bewusst.

00:37:22: Ich muss hier dafür offen sein wenn ich den Weg gehe dass nicht alles was sich anbiete oder was ich von mir preisgebe gut gefällt.

00:37:29: Aber auch nur so kannst du es eben so wie du sagst, für dich selbst austesten und dann andere irgendwie ausprobieren.

00:37:33: Wie kommt das an oder nicht?

00:37:35: Und da

00:37:35: kann ich auch aus meinen eigenen Erfahrungen sprechen, dass sich daraus zu trauen.

00:37:40: Aber mit dem Podcast ja... Ich habe das seit einem Jahr gehe ich damit schwanger.

00:37:44: Dann war die Technik ein bisschen die Hürde, wie mache ich, wie tue ich.

00:37:46: Okay, dann hab' ich mir Hilfe geholt und dann bin ich einfach gestartet und es tut so gut!

00:37:51: Und natürlich nur durch diese ersten Schritte, die du setzt und durch diesen Weg, den du beginnst zu gehen.

00:37:56: Dadurch entsteht was zu Hause im Stil.

00:37:59: Es klopft keiner an und sagt hallo ich möchte mit dir sprechen, ich habe eine Idee oder sonst irgendwas wenn du dich nicht zeigst.

00:38:05: Ich hab die und die Idee die ist vielleicht auch noch gar nicht ausgegangen, die ist noch total in den Kinderschuhen aber Mach mal was draus, wer noch andere auf dich zukommen und daraus kann dann etwas entstehen.

00:38:14: Und für sich selbst fühlt es sich einfach herrlich an, sich auch was zu trauen.

00:38:19: Ich bin

00:38:19: ja sogar so krass drauf dass ich die Dinge die ich mir irgendwie vorstellen könnte zu machen sehr früh also man würde jetzt sagen early stage bequatsche, weil das für mich auch so einen... also erstens check ich mal okay wie kommt denn das an?

00:38:36: und zweitens wenn ich dann tatsächlich entscheide dass ich es wirklich tue.

00:38:41: Dann kriege das für mir einen positiven Druck.

00:38:44: Also zum Beispiel als ich dann beschlossen habe ok ich werde wirklich ein Buch schreiben hab einigen Leuten erzählt.

00:38:49: Weil ich gewusst habe, okay die werden mich dann wieder fragen...

00:38:52: Ich frage dann mal was ist

00:38:53: eigentlich der

00:38:55: Buch?

00:38:56: Ja und trauen sich auch manche Frauen nicht über ihre Ideen zu sprechen oder zu sagen über Projekte.

00:39:00: Deswegen spreche ich das jetzt hier an ja.

00:39:02: Das ist natürlich etwas das muss man nicht so machen.

00:39:05: aber wenn man das mal probiert es kann schon ganz spannend sein was daraus eben entsteht Und für mich war das immer ein sehr guter Weg eben meiner Ideen dann auch letzten Endes mit dem Zug umzusetzen, weil ich dann schon auch gemerkt habe okay jetzt hab' ich da die andere noch neugierig gemacht.

00:39:22: Die fragen immer wieder nach?

00:39:24: Jetzt sollte ich mich mal hinsetzen und schreiben anfangend!

00:39:27: Ich kann es gut nachvollziehen und mache mittlerweile auch ja und ich finde auch dass daraus viel entstehen kann.

00:39:33: und vor allem irgendwann einmal glaube ich entwickelt man schon das Selbstbewusstsein, dass man sagt selbst wenn das jetzt bei anderer Jetzt auch ein Buch schreibt, der Bücher gibt zu Sandermeer.

00:39:42: Es gibt Podcast wie SanderMehr but nobody's you and that

00:39:46: is your power.

00:39:47: Du wirst dem immer deinen eigenen Stempel aufdrücken.

00:39:49: es wird immer deine eigene Idee, deine Versionen, deine Visionen da hineinfließen.

00:39:55: das heißt das kann dir sowieso immer wegnehmen.

00:39:57: Das kann man auch rüber sprechen oder?

00:39:59: Ja

00:40:00: ich finde es auch auf jeden Fall ganz wichtig dass man sich selbst auch dazu committet.

00:40:04: eine Sache die immer wieder uns Frauen verkauft wird, ist dieses Du kannst alles haben.

00:40:11: Heavydoll Alles ist möglich.

00:40:13: Eine moderne Frau soll erfolgreich sein Unabhängig sein Fürsorglich aber auch attraktiv Entspannt Kinder Mutter Partnerin Möglichst alles gleichzeitig.

00:40:24: Das erzeugt doch einen unglaublichen Druck.

00:40:27: Ich persönlich sehe es sehr sehr kritisch Dieses Heavydall.

00:40:30: Ich meine Es ist nicht möglich.

00:40:33: Wie siehst du's?

00:40:34: Es ist einfach nicht möglich.

00:40:37: Es ist die Liste, die wir Frauen im Jahr XXV abhaken sollen tagtäglich so lange dass es einfach nur absurd ist.

00:40:46: und natürlich erzeugt das Druck Und ich bin genauso kritisch dem gegenüber eingestellt wie du.

00:40:51: Ich bin trotzdem vom Typ her hochdynamisch und auch sehr ambitioniert, aber natürlich gibt es bei mir Abstriche.

00:41:00: Und die kommuniziere ich auch.

00:41:02: Das ist de facto so dass sich da immer wieder erschrockene Gesichter erzeugen in meinem privaten beruflichen Umfeld weil ich auch sehr offen damit umgehe.

00:41:13: also wenn ich zum Beispiel erzähle das mein Sohn noch nie einen selbst gebackenen Kuchen mitgenommen hat in der Schule Backe, dann ist das schon so dass ich immer noch manchmal in erschrockenen Gesichter blicke auf der

00:41:27: anderen Seite.

00:41:28: Das gehört doch ins Repertoire.

00:41:29: Da bekommt man den Motor richtig

00:41:31: und da sich auch keine Weihnachtskekse backe.

00:41:33: also du merkst schon backen es nicht meins?

00:41:35: Es ist auch übrigens kochen nicht meine große leidenschaft.

00:41:38: Ich koche schon hin und wieder aber sehr low key und wirklich einfache dinge Ofengemüse etc.

00:41:44: Aber ich bin jetzt auch nicht die große köchin.

00:41:47: aber ich habe für mich irgendwann mal entscheiden müssen, okay welche Abstriche gibt es bei mir?

00:41:54: und für mich ist es eben nicht gleich zu setzen ob ich jetzt die und ich mache jetzt hier Gänsefüßchen weil wir sind ja hier in einem Podcast gute Mutter bin oder eben nicht.

00:42:06: Weil das also für mich isst nicht die gute Mutter und ich möchte mich differenzieren auch von dieser Formulierung, also sage ich es vielleicht anders.

00:42:14: Meine Definition für den Elio die Mama zu sein, die er braucht hängt nicht davon ab wie oft ich ihm schon einen Kuchen gebacken habe und wir sind sogar sehr offen und in dem Fall ist das ja eben auch ein Sohn den ich hier groß ziehen darf.

00:42:30: Insofern ist mir das auch ganz wichtig um diese Signale auch nicht nur verdeckt sondern auch offen zu kommunizieren.

00:42:37: weil es kam tatsächlich irgendwann mal in der Volksschule, als wir in der Früh bei der Bäckerei vor der Schule noch schnell den Mama-Kuchen gekauft haben.

00:42:44: Und da hat er dann gesagt aber die anderen bringen immer einen selbst gebackenen Kuchen mit hatte ich noch nie.

00:42:50: und ihm gesagt ja das geht sich in meinem Leben nicht aus.

00:42:53: Das schaffe ich nicht und dazu stehe ich.

00:42:56: Und weißt du das ist einfach für mich eben auch wichtig dass mein Kind meinen Sohn in dem Fall das von mir so mitbekommt, dass ich sicher in anderen Bereichen mehr Stärken hat als in der... Kategorie Backen.

00:43:11: Also ein gutes Beispiel ist

00:43:13: es.

00:43:14: Genau, ich schreibe auch in meinem Buch über die siebenstöckige Regenbogen-Torte als Symbolbild für all das was hier tatsächlich auf unseren Listen steht.

00:43:23: mittlerweile und Social Media ist da hundertprozentig ein enormer Treiber von Erwartungshaltung weil eben diese Regenburgentorten und die Stoffwindeln und die selbst gerösteten Köbiskerne

00:43:35: etc.,

00:43:36: das ist ja alles als Stil Blüte über Social Media noch mal viel stärker in unser Leben gespürt worden.

00:43:42: Da reicht es dann nicht mehr, dass am Abend überhaupt ein Essen am Tisch steht und da muss ich's dann auch

00:43:46: noch klassiert

00:43:47: und doppelstöckig sein.

00:43:49: Und dem verwehr' ich mich total!

00:43:51: Weil es gibt auch genügend Studien die zeigen das wir zum Beispiel jetzt wesentlich mehr Zeit mit unseren Kindern verbringen als das Mütter zum Beispiel den Siebzigern und Achtzigern gemacht haben.

00:44:04: Und dem ist ja nichts entgegenzusetzen, bitte schön!

00:44:06: Ich finde das wunderbar wenn wir uns die Zeit für unsere Kinder nehmen können.

00:44:10: aber ich stelle mal in einen Raum ob es wirklich notwendig ist selbst gebastelte Schultypen eben dieser Regenbogen torten und ich weiß nicht was?

00:44:19: Ich glaube eben nicht, aber es ist das auch individuell zu entscheiden.

00:44:24: Was meinst du muss sich grundlegend ändern, dass du nicht mehr gefragt wirst oder dass keine Mutter mehr gefragt wird.

00:44:31: Warum ist der Kuchen nicht selbst gebacken?

00:44:33: Naja, also was man extrem helfen kann ist dass die Väter mehr involviert werden in das ganze Spektakel.

00:44:43: Gesellschaftlich sind die Kinder ja immer noch...

00:44:45: Die brauchen ihn auch nicht backen aber sie könnten ihn zumindest einmal besorgen, wenn wir jetzt wirklich

00:44:50: mal annähernd Gleichberechtigung zu Hause wäre und nehmen wir mal an nicht wie Frauen orientieren uns nach unten sondern vielleicht auch nicht die Männer nach oben, sondern wir treffen uns in der Mitte.

00:45:02: Dann wird hier mehr ressourcefrei ganz sicher sogar Und vielleicht geht sich dann das selbstgebackene Kuchen aus, wenn es ein Wunsch von allen Bedeiligten ist.

00:45:13: Oder aber vielleicht läuft's dann überhaupt generell anders und auch die Wahrnehmung wird eben anders sein?

00:45:19: Wir kennen das Wort für die Rabenmutter nicht.

00:45:21: Rabenvater gibt es nicht.

00:45:23: Ich hab noch nie einen Mann also sagen hören, boah ich habe so einen Glück meine Frau hilft mir so im Haushalt!

00:45:29: Sondern sagen immer die Frauen Boah ich hab so einen Glück mein Mann hilft mit dem Haushalt.

00:45:32: Der passt heute auf die Kinder auf.

00:45:33: Genau

00:45:34: er passt auf die mich im Kerrbereich irgendwo.

00:45:40: Also insofern diese Neuverteilung der Kehrarbeit würde da sicherlich einen enormen Schub machen, dass wir Dinge anders bewerten und das überhaupt mal dieses Konzept der noch einmal Gänsefüßchen guten Mutter

00:45:57: neu

00:45:57: gedacht wird.

00:46:00: Leider.

00:46:01: Ich finde das nach wie vor wirklich traurig und ich finde oft, dass da oft scheinheilig gepredigt wird Frauensupport nämlich Frauen untereinander dieser Community-Gedanke du hast sehr viel mit Frauen zu tun Du verbindest Frauen, du schaust auch, dass du für andere Frauen unterstützt.

00:46:19: Wie siehst du das, dass wir uns heutzutage als Frauen oft selbst noch im Weg stehen und zu viel bewerten.

00:46:33: Leider stimmt das immer noch.

00:46:34: Also ich würde ja gerne jetzt behaupten, ne, nee, das ist gar nicht so aber da würde ich lügen.

00:46:40: also die Misogenie Das ist ja dieses schwer aussprechbare Wort.

00:46:45: Aber wenn man es dann auf Deutsch nennt nämlich strukturellen Frauen hast Dann ist es ja zwar leichter zu sagen aber nicht leichter zunehmen.

00:46:53: Das findet statt und das ist ja nichts was wir uns als individuen Morgens einverlassen Wenn wir aufstehen weil wir gerade einen bösen Tag haben.

00:47:02: Das

00:47:03: ist

00:47:04: tatsächlich in uns allen, wie du sagst tief sitzt und tagtäglich zum Tragen kommt.

00:47:11: Und auch

00:47:11: das tut ich als etwas was man sich wirklich bewusst machen muss, weil man nicht davor gefeilt.

00:47:16: Ich möchte jetzt nicht hier irgendwie päpthlicher sein als der Papster zu tun also würden wir das nicht auch unterkommen aber es sich bewusst zu machen darüber nachzudenken Wie denke ich jetzt gerade über eine andere Frau?

00:47:29: Wie unterstütze ich jetzt grade, was kann ich tun um anderen Frauen zu helfen und zur Seite zu stehen.

00:47:37: Absolut!

00:47:37: Also das sind genau die Fragen, die du da aufzählst, die man sich erstellen darf wenn man will und wo eben dann auch wieder ein neues Bewusstsein entstehen kann wie wir dann trotz unserer Biases also dieser unbewussten Vorengenommenheiten trotzdem vielleicht das hin und wieder schaffen aus unseren Verhaltenspräferenzen, haben wir vorher darüber gesprochen.

00:47:58: Auszubrechen und mal was anderes zu tun weil es ist eben nicht in uns abgelegt sondern es ist tatsächlich leider in uns abgelegt dass Frauen kritischer beurteilen in Verhandlungen, härter mit Frauen umgehen.

00:48:12: Auch wir Frauen, Frauen weniger Kompetenzen zuschreiben und so weiter und sofort.

00:48:17: Und da braucht es einfach noch enorm viel Bewusstsein und auch gemeinsames und kollektives Füreinander im positivsten bewusstmachen damit's möglich ist hin- und wieder anders zu agieren und darauf zu hoffen dass wenn wir oft genug was anderes tun irgendwann einmal ein neues normal entsteht.

00:48:37: Ich kann jetzt auch nur wieder aus meiner Altersgruppe Bubble etc.

00:48:41: sprechen, ich finde schon dass jetzt gerade mit dem Prozess des Älterwerdens – ich bin jetzt dreiundfünfzig – Thema Frauen in der Lebensmitte, gerade diese Frauenverbindungen Also für mich eine ganz, ganz große Bedeutung haben sich auszutauschen und sich zu verbinden.

00:48:55: Man ist jetzt wieder so in einer Phase, das ähnlich wie beim Mutterwerden vielleicht, wo du sagst auch da war es schön, sich auszutauschen über die Erfahrungen, die man gerade macht.

00:49:05: Ist diese Lebensmitte auch wieder so eine Zeit der Verbindung?

00:49:09: Siehst du das auch so?

00:49:10: Empfindest du das also?

00:49:12: Auf jeden Fall!

00:49:14: Auf jeden Fall.

00:49:15: Das

00:49:15: sehe ich ganz genau aus und ich glaube wirklich hier wahrzunehmen, dass wir auch die erste Generation sind, die das so bewusst tun weil wir sprechen ja wenn wir über die Lebensmitte der Frau sprechen natürlich automatisch auch über die Perimenopause, die Menopause also die Wechseljahre und wir wissen ja, dass wird tatsächlich die erste generationen sind die es so offen über dieses Thema spricht.

00:49:41: Vor uns wurde das ja nicht thematisiert, war ja tatsächlich ein Tabuthema.

00:49:46: Und was ja unglaublich ist, wenn wir uns mal überlegen wie viele Jahre wir als Frauen von dieser Phase geprägt sind und wie schlecht es vielen Frauen in dieser Phase auch geht, ist sehr erschreckend dass das bis dato nicht dematisiert wurde.

00:50:00: Deswegen bin ich ein großer Fan davon, dass endlich darüber gesprochen wird und hier auch eine Solidarisierung stattfindet die glaube ich wirklich darauf fußt, dass das so runtergehalten wird oder wurde, solange Zeit dann eine schon Wut bekommen und uns über diese Wut auch solidarisieren.

00:50:23: Weil das wirst du in deiner Bubble wie du es nennst ja dann eben auch sicher schon ein paar Mal als Gesprächsstoff bearbeitet haben.

00:50:31: wenn man dann gemeinsam mal drauf kommt zum Beispiel Wie lange man eben einen entsprechenden Gynäkologin suchen muss, um jemanden zu finden der einen oder die einen ernst nimmt mit den Symptomen.

00:50:44: Mal eins ja?

00:50:45: Dann wie intensiv man überhaupt selbst recherchieren muss um das nötige Wissen überhaupt so erlangen damit man sich selbst da gut durchmanifriert

00:50:55: etc.,

00:50:55: etc.,

00:50:56: et cetera.

00:50:56: und das macht wiederum einen starken Verband und verbindet uns stark miteinander weil wir einfach erkennen hey Auch in dem Fall, in dieser Phase ist es wichtig dass wir nicht alleine sind sondern uns austauschen.

00:51:08: Und ich finde den Vergleich den du ziehst mit dieser Mamathematik sehr gut weil da wissen wir ja auch das patriarchale Strukturen eher dafür gesorgt haben dass junge Mammis sehr isoliert sind von der Gesellschaft und sehr allein sind.

00:51:24: Und in Wahrheit kannst du sagen, bevor das jetzt angefangen hat dass wir uns offen über unsere Wechseljahre auch unterhalten.

00:51:31: davor war es genau so.

00:51:32: da war jede Frau mit diesem Thema alleine gelassen

00:51:35: Total allein gelassen, weil es vollkommen absurd ist.

00:51:37: Weil's einfach nicht sexy ist, drüber zu reden

00:51:39: und... Leider leidest du acht, neun Jahre vor dich hin?

00:51:41: Hast niemanden mit dem du drüber sprichst?

00:51:43: Niemandem der dir hilft, niemandem der dich ernst nimmt?

00:51:46: Weil du das vorher gesagt hast, mir zu hysterisch!

00:51:48: Wenn du das mal tatsächlich in Erwägung ziehst, mit jemandem darüber zu reden dann ist eher so die Haltung sei doch nicht so hysterisch, da muss man halt einfach durch nach dem Motto also ich finde Dem Universum sein Dank.

00:52:01: hat sich das jetzt echt geändert.

00:52:02: Ja, du erlebst es ja sicherlich in der Arbeit mit Frauen die genau in dieser Phase sind, in dieser Lebensmitte, die vielleicht eben jahrzehntelang gewisse Erwartungen erfüllt haben, die sich für die Familie aufgeopfert haben, in einem Job aufgeopferten und die jetzt drauf kommen... Das ist nämlich genau diese Wechseljahre, diese Lebensmite so der Punkt wo sich oft was verändern will, wo Frauen sagen So!

00:52:26: Nicht mehr mit mir.

00:52:28: Ich ziehe jetzt eine Grenze, ich sage jetzt nein.

00:52:31: Spätestens jetzt, ich kenne das auch von mir, reiste einfach die Hutschnur und du sagst Nein!

00:52:36: Das lass' ich mir einfach nicht mehr gefallen und ich möchte mich auch verändern.

00:52:40: Wie erlebst du das in deiner Arbeit?

00:52:41: Ja schon auch genau so bzw natürlich auch wenn wir uns wieder anschauen dem beruflichen Aspekt wo ja in den meisten Coachings auch die Basisarbeit mit meinen Coaches leistet waren führenden Frauen Ja eben auch nicht mit Anfang zwanzig, sondern genau in der Zeit wo auch dann diese Thematik dann plötzlich am Tisch liegt.

00:53:03: und ja so wie du es beschreibst das ist genau so.

00:53:06: Es sind das Hinterfragen des Status quo, das hinterfragen dessen was bisher war und aber auch natürlich eine sehr offene Haltung gegenüber dem was jetzt noch kommt.

00:53:17: Das finde ich ganz wichtig dass man das eben auch betrachtet.

00:53:21: nicht nur das will ich nicht mehr.

00:53:24: Ich schaue in meinen Coachings immer, dass man von diesem Weg zu einem Hinzug kommt.

00:53:34: Wie will ich es denn jetzt?

00:53:35: Was ist das, was ich mir wünsche?

00:53:38: Das ist

00:53:39: die spannende Frage aber vielleicht wissen viele nicht gleich.

00:53:44: Aber was will ich eigentlich?

00:53:45: Das ist ja auch sehr natürlich.

00:53:47: Wir kommen als Menschen immer zuerst drauf, was uns nicht gefällt und wie wir es nicht haben wollen.

00:53:52: aber da sind wir natürlich nicht mehr handlungsfähig.

00:53:54: also das sind ja sozusagen Vermeidungsziele Und mir sind in meiner Arbeit aber immer wichtig dass wir Erreichungszielle definieren Also aus diesem negativen Aspekt rauszukommen und so sagen Wie schaut der positive Aspekt aus?

00:54:09: Dort habe ich Gestaltungsspiel haben.

00:54:12: Und da ist es natürlich auch wichtig, diese Brücke zu finden, dass die Frauen eben gestärkt sind sich das so erlauben zu sagen ja und ich mache's jetzt so wie ich es will!

00:54:22: Und nicht, wie es die anderen von mir erwarten.

00:54:24: Da muss ich was vorlesen, was ich mir auch rausgeschrieben hab, weil mit dieser Absatz aus deinem Buch wahnsinnig gut gefallen hat.

00:54:31: Authentisch sind wir wenn wir uns selbst gut kennen, erkannt haben wer wir wirklich sind und nicht mehr glauben, uns selbst und den anderen etwas vormachen zu müssen.

00:54:41: Das heißt unser Ziel ist es, unser konstruiertes Frauen Idealbild loszulassen um uns dann mit dem authentischen wahrhaftigen Selbst zu identifizieren – mit allen Ecken und Kanten.

00:54:52: Richtig!

00:54:53: Also möchtest du mir am liebsten einrahmen?

00:54:55: Und wohin hängst du hin?

00:54:56: wie ein Stick-Bild oder?

00:54:57: Ja

00:54:58: genau das finde ich wirklich einen ganz tollen... Ich weiß, was ich will.

00:55:03: Ich erkenne mich selbst und das mit allen Ecken und Kanten.

00:55:07: Richtig!

00:55:07: Ganz wichtig – und weißt du da will ich jetzt aus heutiger Sicht noch ergänzen?

00:55:11: Ganz ganz wichtig auch dass man sofort erkennt, weil Authentizität ist sehr modern.

00:55:16: Das hat man in den letzten Jahren wirklich so zu einem der wichtigsten Schlagworte gemacht und es ist ja auch enorm wichtig.

00:55:23: Und ich glaube, dass eben dieser Trend sich mehr in die Selbstreflexion zu begeben, Persönlichkeitsentwicklung wichtiger zu nehmen, das genau dazu geführt hat, dass Menschen darüber nachdenken wer bin ich wenn ich authentisch bin?

00:55:36: So jetzt kommt aber ganz bewusst ein Aber.

00:55:39: Aber was wir hier nicht vergessen dürfen, Authentizität hat einen Preis.

00:55:44: Also wenn ich authentisch bin dann bin ich eben so wie ich bin mit allen Ecken und Kanten und das kann natürlich auch hervorrufen dass das jemand nicht gut findet.

00:55:54: Das wäre ganz wichtig.

00:55:55: bei der Angst die auch in deinem Buch mitschwingt wird du das auch.

00:55:58: also du schreibst nicht aus einer Angst daraus aber thematisierst das Thema die Angst.

00:56:03: Also ich auch sehr spannend fand eben, weil das natürlich immer mitschminkt in Veränderungsprozessen.

00:56:09: man hat Angst davor die Komfortzone zu verlassen sich zu verändern.

00:56:14: was ist denn Zugang zum Thema Angst?

00:56:15: Weil du sagst auch man muss es sich sehr bewusst machen und sobald man sich auch die bewusst macht und sich seinen Ängsten stellt kann man damit viel besser umgehen.

00:56:24: Ich glaube die Angst ist vor allem dann ein Problem wenn wir probieren sie loszuwerden Und das ist das Allerschlimmste, in Wahrheit die Angst vor der Angst.

00:56:34: Und jeder und jeder, der schon mal Angst hatte, kennt das.

00:56:36: Also wenn man sich sozusagen dann schon da verfürchtet dass wieder die Angst kommt, dann kriegt es eine Eigendynamik, die sehr unproduktiv ist und die uns natürlich auch sehr sehr hemmt.

00:56:46: Wenn wir aber verstehen, dass Angst eine ganz normale Emotion ist und wir Menschen sind emotionale Wesen und ich würde nochmal sagen dem Universum sei Dank ist es so!

00:56:56: Und wenn wir einen emotionalen Blumenstrauß vom Leben bekommen, dann ist halt auch eine Lema-Lila-Blume dabei und das ist die Blume der Angst.

00:57:05: Die steckt da drin im Bouquet ja?

00:57:07: Und die ist ein wichtiger Aspekt oder ein wichtiger Teil.

00:57:11: Das heißt, wir müssen hier nicht probieren sie loszuwerden sondern es ist essentiell dass wir erkennen Wir können alles mit der Angst tun.

00:57:20: Also nicht in die Vermeidung zu gehen... ...die Angst zu vermeiden, sondern zu sagen okay ich habe die Angst vor XYZ aber ich kann XYZ Drutzte machen und das lässt uns wachsen.

00:57:34: als Persönlichkeiten.

00:57:35: Weil dann kommen wir drauf, na gut das haben wir jetzt überlebt.

00:57:38: Spannend!

00:57:40: Ich

00:57:41: lebe noch immer.

00:57:43: und da sind halt natürlich genau diese Momente die uns dann auch allerlong stark machen wenn wir wiederkehrend Dinge tun vor denen wir uns fürchten wo wir Angst eben auch integrieren weil wir eben erkennen hey ja es ist möglich auch mit der angst diesen Job dieses Video, wenn wir vorhin über Videos gesprochen haben etc.

00:58:02: zu machen und es ist nichts passiert, nichts Schlimmes.

00:58:06: Ich habe es am Anfang angekündigt, dass wir da hier dreiteilig werden könnten.

00:58:09: Wir sind schon sehr, sehr weit in der Zeit.

00:58:12: Deswegen muss ich leider zum Abschluss kommen und stelle natürlich auch dir meine fünf Abschlussfragen.

00:58:18: My Finest Book gibt's ein Buch das du empfehlen möchtest oder das du sehr gerne gelesen hast, das dich inspiriert?

00:58:24: Gibt natürlich ganz viele Bücher.

00:58:25: Denke

00:58:26: ich mir, dass da mehrere gibt!

00:58:27: Natürlich

00:58:28: gibt's ganz viele Bücher und ich will jetzt deswegen nicht ein einziges nennen sondern ich will eine Idee mit deinen Hörerinnen Und zwar für mich war das sehr, sehr spannend.

00:58:39: Ich habe vor circa zwei, drei Jahren noch einmal mein Lieblingsbuch aus meiner Kindheit gelesen und das würde ich gern teilen weil tatsächlich ist es eine sehr schöne Reise zum inneren Kind.

00:58:52: Aus heutiger Sicht haben wir das Lieblungsbuch von damals zu lesen.

00:58:55: Für mich war es auf jeden Fall ein wirklich spannendes Erlebnis, weil ich viel von mir verstanden hab... als Kind.

00:59:02: Weil ich plötzlich gesehen habe, was hab' ich in dem Buch gelesen?

00:59:06: Warum hat es mir gefallen?

00:59:07: Was hab' Ich gesucht und

00:59:08: gefunden?".

00:59:09: Also das möchte ich gerne hören.

00:59:11: Jetzt

00:59:11: wollte ich schon auch deinem Lieblingsbuch deiner Kindheit fragen!

00:59:14: Das musst du jetzt schon sagen...

00:59:16: Das ist nämlich damals ein extremes Oldschool-Buch gewesen und zwar Du wirst es vielleicht erkennen Nesteckchen.

00:59:24: Das

00:59:25: kenne ich glaube nicht.

00:59:26: Und das ist ein Buch der so in der Handlung Fünfzehn in etwa startet oder

00:59:34: vielleicht

00:59:34: neunzehntzwanzig, schätze ich mal sowas.

00:59:36: In dieser Periode also zwischen den beiden Weltkriegen von einem Mädchen das in Berlin lebt und dann bis hin ins Erwachsenenleben geht und da gibt es die Zeit des Exiles in Brasilien.

00:59:51: Also jetzt einmal kurz zusammengefasst Ich habe damals schon unfassbar viel für Biografien Übrig gehabt.

01:00:01: Das bis heute so ist irgendwie hineinliegend bei meinem Beruf.

01:00:05: und ja, das war damals mein Buch und ich habe es gefressen.

01:00:09: und jetzt vor zwei drei Jahren als ich sie wieder hergenommen hab an vielen Stellen... Also er hat mich gewundert auch weil's sprachlich dadurch dass es so alt ist dass du es

01:00:19: damals eigentlich gerne gelesen hast.

01:00:20: Sehr spärig ist, ja und ich mir dachte wirklich das habe ich mit acht so gerne geleset und richtig verschlungen.

01:00:26: Das fällt mir jetzt mit eben damals also vor zwei Jahren, sechsundvierzig, siebenundvierzig, richtig schwer zu lesen, hab' ich damals gar nicht so wahrgenommen.

01:00:34: Und das fand ich immer sehr interessant.

01:00:36: aber eben auch Ich habe mich dann im Buch wieder an manche Momente erinnert als ich's gelesen habe und haben mich sehr gut einfüllen können als ichs damals mit acht gelesen hat was es in mir ausgelöst hat.

01:00:47: Spannend!

01:00:48: mir in meiner

01:00:50: Kinderbuch.

01:00:53: Mein feines Motto, was ist ein Motto?

01:00:55: Ein Leitsatz.

01:00:58: Wir haben ja gerade vorher auch darüber gesprochen einen Motto das mir ganz wichtig ist immer wieder zu betonen.

01:01:04: also Mut ist eben nicht die Abwesenheit von Angst sondern die Entscheidung etwas Wichtiges, trotz der Angst einfach zu machen.

01:01:12: Und wenn ich das Wichtige so betone dann vielleicht auch autobiografisch weil du weißt ja ich stehe eben auch oft auf großen Bühnen oder bin auch im Fernsehen und so weiter und es ist überhaupt nicht so dass mich das nicht auch tankiert.

01:01:26: Ich habe da mal richtig krasse Nervosität oder eben Angst und mir hilft es aber dann total zu sagen hey ich mache das nicht für mich Es geht eben um das, was ich gerne transportieren will und damit will ich andere Frauen inspirieren.

01:01:40: Und es hilft mir enorm, dass wieder von mir ein bisschen so zu dissoziere.

01:01:45: Und damit wird meine Panik ein bissel kleiner.

01:01:48: Da wird die Angst vor der Bewertung und von dem wie komme ich jetzt da zurück?

01:01:52: Ja beziehungsweise ist relativiert meinen persönlichen Anspruch ein bisschen weißt du

01:01:58: Es

01:01:59: geht um die Sache und ich traue mir dann mittlerweile schon auch zu, dass sich das so artikulieren kann.

01:02:03: Dass die meisten Menschen verstehen was ich meine.

01:02:06: Das kannst du auf jeden Fall mal feines Yes.

01:02:10: wozu sagst du ganz klar Ja?

01:02:12: Also ich sage ganz klar ja zur Wachstum Neugier-und echter Verbundenheit.

01:02:17: also Ich bin wirklich großer Fan davon, dass Menschen den Weg gehen wo sie sich selbst entwickeln, wo sie eben ein klares Bekenntnis auch setzen über sich selbst hinauszuwachsen und Selbstzweifel überwinden wollen.

01:02:33: Und was das Thema Verbundenheit angeht?

01:02:35: Ich sage ja zu den Begegnungen, wo wir eben tatsächlich auch uns öffnen und unsere Warn Gesichter zeigen weil ich einfach weiß dass das wirklich großartigen Möglichkeiten führen kann nicht nur für einen selbst sondern auch als kollektiv.

01:02:52: My finest know, wozu sagst du ganz klar nein?

01:02:55: Ich sage ganz klar Nein zur Selbstverkleinerung.

01:02:58: Also ich sage Nein zu dem Gedanken dass Frauen eben erstmal perfekt sein müssen bevor sie sich zeigen.

01:03:05: Ich sage damit auch Nein zum Thema Selbstsensur.

01:03:09: Nein dazu sich selbst kleiner zu machen als man eigentlich ist nur damit sich andere vielleicht wohler fühlen.

01:03:16: Das ist auch ein großer Punkt.

01:03:17: Das steckt ja auch in uns drinnen, den anderen sollen es gut gehen und deswegen mache ich mich ein bisschen

01:03:22: um die Frage

01:03:23: kleiner.

01:03:23: Stimmt das überhaupt?

01:03:25: Das ist eine gute Frage!

01:03:27: Warum glauben wir das

01:03:28: überhaupt?!

01:03:29: Verrückt der Nesen Mandela hat man was sehr schönes gesagt.

01:03:31: also im O-Ton bringe ich's jetzt nicht zusammen aber sinngemäß auf jeden Fall.

01:03:36: er sagt indem dass wir uns selbst erlauben zu glänzen geben wir auch für andere Licht Und das ist gerade in unserem Frauenkontext total wichtig.

01:03:46: Was hast du jetzt davon, wenn ich mich kleiner mache?

01:03:48: Gar nichts!

01:03:49: Du siehst es ja besser... Nein, gar nicht!

01:03:50: Ich hoffe nicht.

01:03:51: nein!

01:03:53: Überhaupt nicht.

01:03:54: und es ist ja wunderschön diese Inspirationen zu haben von anderen Frauen die mutig Wege gehen und die einen unglaublich inspirieren können.

01:04:01: Ja absolut!

01:04:02: My finest Message.

01:04:04: deine Message wäre

01:04:05: also an alle da draußen, die uns hier heute zuhören ihr müsst nicht mehr wissen Ihr müsst nicht mehr können oder mehr leisten, um den Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

01:04:16: Die Welt braucht nicht eure perfekte Version von euch selbst sondern die Welt braucht genau die Version wie ihr jetzt und heute seid mutig mit Visionen und vor allem braucht die Welt deine Stimme oder eure Stimme damit diese Perspektiven eben in Zukunft umgesetzt werden können.

01:04:35: Lieber Werder, tausend Dank fürs Gespräch.

01:04:37: noch bevor wir Zum Abschluss kommen möchte ich natürlich schon noch etwas Neues vorstellen, was du in der Pipeline hast.

01:04:45: Es geht auch bei dir in der Beratung im Coaching mit Frauen viel um die Wechseljahre und die Perimenopause.

01:04:52: Das ist quasi auch noch der Zeitraum bevor dann... Die Menobause beginnt.

01:04:58: Man fühlt sich nicht mehr wie man selbst, man schläft schlecht, man ist unausgeglichen erschöpft, man merkt einfach es verändert sich etwas, Körper gefühlt verändert sich

01:05:05: etc.,

01:05:06: du hast da gemeinsam mit dem Otti, er ist bekannt als Otti Ottmann ein Programm auf die Beine gestellt perimenowaterf Punkt, Punkt Fragezeichen.

01:05:18: Was kannst du darüber sagen?

01:05:19: Was erwartet Frauen da wenn sie sich für dieses Programm anwälten?

01:05:23: Ja also das ist auch wie so oft – das hat man ja heute glaube ich schon ein paar mal gehört aus der eigenen biografischen Richtung entstanden.

01:05:30: Also der OTI und Ich wir trainieren jetzt seit mittlerweile acht Jahren.

01:05:35: Wenn man so will als es bei mir mit zweiundvierzig richtig losging natürlich in diesen sanften Wechsel zu kommen leichte Veränderungen etc.

01:05:46: wie sehr viele Frauen habe ich auch dann danach erst verstanden, dass manche Symptome die ich komisch und unspezifisch fand vielleicht die ersten in diese Richtung waren.

01:05:56: und eben wie gesagt Odie und ich trainieren schon recht lang miteinander und haben jetzt wirklich im Eigenversuch also Logischerweise an mir, weil er ist ja keine Frau.

01:06:06: Im Eigenversuch an mir sehr viel ausprobiert und haben dann beschlossen nachdem wir wirklich jetzt enorm viele Erfahrungen gezogen haben daraus auch ein kleines Programm eben zu machen das PMP also Perimenopower-Programm.

01:06:19: Wir launchen jetzt schon recht bald Und dieses Programm umfasst eben Lifehacks, aber natürlich vor allem auch Workouts.

01:06:27: Aber auch Geschichten zum Thema Ernährung und sonstigen Tipps und Tricks die man in dieser Phase des Lebens sehr gut umsetzen kann.

01:06:35: Welch Verlinken in den Schonots?

01:06:37: Da werden sicherlich einige Frauen, die hier zu hören, davon profitieren können.

01:06:41: Vielen Dank!

01:06:41: Ich habe gewusst es wird ein umfangreiches Gespräch.

01:06:43: Es gibt einfach zu dem Thema oder all dem was du auch machst so viel zu besprechen.

01:06:47: Danke dir!

01:06:48: Danke dir für die Einladung.

01:06:51: Wenn du meinst, dass dieses Gespräch einer Freundin, einer Bekannten oder einer Kollegin weiterhelfen könnte um sich weiterzuentwickeln.

01:06:57: Neue Wege zu gehen und noch mehr in ihre Selbstbestimmung zu kommen dann teilst doch mit ihr und Leite es weiter.

01:07:04: Vergiss auch nicht den Podcast zu abonnieren um keine weitere Folge zu verpassen.

01:07:07: ich freue mich außerdem natürlich über jeden deiner Kommentare und auch dein Feedback.

01:07:11: wir hören uns wieder in vierzehn Tagen.

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